Ausstellung „GartenUtopien“ vom 1. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027

Vom „Garten der Fülle“ bis zum „Garten des Wandels“, von Plastikblüten bis zur Schwammlandschaft, von Frankfurt bis zum Weltraum – die Ausstellung „GartenUtopien“ in der Galerie am Palmenhaus lädt zu einer vielschichtigen Reise durch reale und imaginierte Landschaften ein, in denen sich mögliche Zukünfte spiegeln.

Der Rundgang beginnt im Foyer mit den Arbeiten der tschechischen Künstlerin Veronika Richterová. Mit ihrer Kunst aus Plastikflaschen, der sogenannten PET-ART, schafft sie einen ebenso kritischen wie ästhetischen Zugang zu dem Material Plastik. Aus dem gleichermaßen unansehnlichen und problematischen Abfallstoff kreiert sie farbenfrohe Kunstwerke von dauerhaftem Wert. Ein visuelles Experiment, das sich schnell zu einer wahren Leidenschaft entwickelte: Seit 2004 hat Veronika Richterová aus Tausenden von Flaschen Hunderte Objekte erschaffen. Um ihren Werkstoff zu sichern, begann sie 2007 eine eigene Sammlung an unterschiedlichsten PET-Flaschen aufzubauen. Ihre luftigen Kunstwerke waren schon in zahlreichen Ausstellungen weltweit zu sehen. Im Palmengarten begegnen wir vor allem ihren Kakteen, Pinien, Passionsblumen, Bromelien und Strelitzien.

Die erste Landschaft, der Besucher:innen in der Galerie begegnen, ist der durch das Galerieteam um Dominik Heukemes gestaltete „Garten der Fülle“, in dessen üppige tropische Vegetation die Zukunftsbilder der Reinventing Society eingebettet sind. Die zweiteiligen Motive zeigen Visionen, wie lebenswerte Städte in einer klimagerechten Zukunft aussehen könnten.

Größere Veränderungen sind oft nur schwer vorstellbar. Dem begegnet der Hamburger Künstler Jan Kamensky mit seinen Visual Utopias. Der digitale Gärtner und visuelle Utopist befreit in seinen Animationen stressgeplagte Städte auf humorvolle Weise von Autos und Abgasen und verwandelt sie in urbane Oasen voller Grün, in denen man gerne verweilt. Seit 2020 sind auf diese Weise zahlreiche Arbeiten an unterschiedlichen Orten weltweit entstanden, darunter Städte wie Paris, London, Buenos Aires, Mexico City, Tokyo, Lissabon, Jakarta, Madrid, New York, Brüssel, Wien und Berlin – und auch Frankfurt ist dabei. In einem ebenfalls im „Garten der Fülle“ verorteten Werk wird der Palmengarten selbst zum Kern der Utopie. Kamensky lässt den Garten in dieser Visual Utopia über sich hinaus- und in das urbane Frankfurt hineinwachsen.

Credits: Jan Kamensky