MainKind | Ausgabe 3/2021

Ein Schulkind wird man nur einmal im Leben W ‌ ie aufregend! Die Einschu- l‌ung steht an und mit ihr viel N‌eues und Aufregendes. Auch wenn noch nicht ganz klar sein wird, wie die Einschulungen coronabedingt dieses Jahr gestaltet werden können, so ist der Tag doch etwas ganz besonderes. Vielleicht möchtet ihr im Familienkreis feiern, eine Gartenparty machen oder es ruhig angehen lassen (schließlich ist der Rest schon aufregend genug). DIE EINSCHULUNGSFEIER Überlegt euch gemeinsam, was eurem zukünftigen Schulkind wichtig ist, wen es gerne dabeihätte und wie viel Zeit zum Ausruhen eingeplant werden muss. Vielleicht macht es Sinn, zwischen der eigentlichen Einschulung und der Feier ein paar Stunden zum Entspannen ein- zuplanen und die Großeltern erst zum Kaffeetrinken einzuladen. Eine gute Einstimmung ist es, ge- meinsam für das Fest zu basteln: Gir- landen (wie zum Beispiel die in unse- rem Basteltipp), Muffin-Dekorationen, Tischschmuck – alles ist erlaubt und darf ruhig bunt sein. Das klassische Programm mit ge- meinsamen Essen ist für viele Kinder nach zwanzig Minuten eher langweilig. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, eine gemeinsame Einschulungsparty mit ei- nem anderen Erstklässler zu feiern. Eine kleine Schatzsuche zum Thema Schul- anfang kann ebenfalls für Abwechslung sorgen oder ein paar Spiele. Wichtig ist, dass dieser erste Schultag als etwas Besonderes gefeiert wird und vor allem dem Schulkind Freude macht, denn ab morgen wird das alles Alltag sein. Daher bitte darauf achten, dass es auch abends nicht zu spät wird. In den meisten Gemeinden findet die Einschu- lung unter der Woche statt, das heißt, dass am nächsten Morgen frühes Auf- stehen angesagt ist. DER MORGEN DANACH Der neue Alltag: das frühe Aufstehen, der Schulweg und die Schule. Am bes- ten, ihr findet eine Morgenroutine, die mit dem neuen Leben als Schulkind gut funktioniert. Denn vielleicht müssen jetzt zwei statt einem Kind zeitgleich Zähne putzen oder pünktlich an un- terschiedlichen Orten sein. Wer mag, legt abends schon die Kleidung für den nächsten Tag raus. Die Schulsachen sollten immer am Abend vorher ge- packt werden – da wäre dann zur Not auch Zeit, vergessene Aufgaben noch zu erledigen oder saubere Sportsachen einzupacken. Und die Reste der Früh- stücksbox zu entsorgen. Die kann dann am Abend auch direkt neu befüllt wer- den, das spart morgens viel Zeit. Den Weg zur Schule werdet ihr am Anfang sicherlich noch gemeinsam ge- hen, aber schaut euch mal um: Vielleicht seht ihr schon Klassenkameraden oder Freunde, mit denen ihr das in Zukunft gemeinsam macht. Und bitte: möglichst immer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Das sogenannte Eltern-Taxi zur Schule sollte die Ausnah- me bleiben, denn das belastet nicht nur die Umwelt, sondern macht vor allem die Verkehrssituation vor den Schulen unnötig gefährlich. SICHERHEIT Das Thema Sicherheit wird jetzt immer wichtiger: Die Kinder werden selbststän- diger, gehen den Weg zur Schule alleine oder mit Freunden und wollen sich aus- probieren. Überlegt euch gemeinsam Regeln und Spielräume, die Kindern und Eltern ein gutes Gefühl vermit- teln. Wie lange darf auf dem Heimweg getrödelt werden, bevor sich jemand Gedanken macht? Wie sollen sich die Kinder verhalten, wenn sie von Frem- den angesprochen werden (Stichwort Familienpasswort)? Wo gibt es auf dem Schulweg Möglichkeiten, sich Hilfe zu suchen, wenn etwas passiert (Verwandte von Schulfreunden, Geschäfte, Kinder- garten, Leo-Hilfeinseln)? Wie sollen sich die Kinder verhalten, wenn sie den Weg nicht mehr finden? Wo ist die Mobilnum- mer der Eltern für den Notfall notiert? STARKE KINDER Mit der Schule fängt auch das Lernen neu an: Jetzt wird von Lehrern und Stundenplan vorgegeben, was wie ge- lernt werden soll, wie lange ruhig sitzen geblieben wird und wann die Pausen sind. Für viele Kinder ist das nicht nur eine Umstellung, sondern tatsächlich auch eine Herausforderung. Und auch Eltern kämpfen mit ihren Erwartungen, Hoffnungen und Erinnerungen an die eigene Schullaufbahn. Oft wird aus der Freude über die Einschulung Frust. Wichtig ist zu erkennen, dass jedes Kind ein eigenes Lerntempo und eige- ne Stärken hat. Wenn es Probleme gibt, egal ob mit dem Lernstoff, der Motiva- tion oder auch im sozialen Bereich: holt euch Hilfe! Manchmal laufen die Haus- aufgaben schon besser, wenn Opa statt Mama dabeisitzt. Weitere Tipps gibt’s im Text zum Thema „Lernen und Moti- vation“. Und wenn das Schuljahr geschafft ist, überlegt euch eine gemeinsame Be- lohnung für all die Anstrengung und Strapazen, ganz unabhängig von den Noten. Vielleicht zusammen einen Sta- pel Bücher für die Sommerferien kau- fen oder ausleihen? Ein neues Spiel an- schaffen oder gemeinsam den größten Eisbecher in der Eisdiele teilen. Haupt- sache, ihr startet mit einem guten Ge- fühl in die Ferien. Die gehören nämlich ab jetzt auch zum Leben dazu. (nh) Bild: privat So ist es | 3

RkJQdWJsaXNoZXIy NDY3NDc=